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Sprachlabor Babylon

Ein Preenactment

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Wie sähe eine Welt aus, in der sich Sprachen nicht selbst entwickeln, sondern entwickelt werden? Ausgehend von gegenwärtigen Ökonomisierungen öffentlicher Güter erforscht Sprachlabor Babylon das Zukunftsszenario einer Privatisierung der Sprache. Gemeinsam mit dem Publikum entwickeln und „preenacten“ die PerformerInnen mögliche Sprachprodukte von morgen: Wohlfühlisch, Neukritisch, Exzellenzdeutsch, Hochpoetisch und Spardeutsch heißen einige der Sprachprodukte, die spätestens im Jahr 2030 vom Mobiltelefon per Blauwelle direkt in das Sprachzentrum des Gehirns gesendet werden.

Die kommende Sprachwirtschaft markiert den Beginn eines neuen, postnationalen Zeitalters: Sprachen sind nicht länger an Ort oder Herkunft gebunden und die nationalen Territorien lösen sich auf. Die Sprachprodukte der Firma Deutsch sind weltweit verfügbar und konkurrieren mit den Produkten der Firmen Spanisch, Panjabi, Swahili, Chinesisch und vielen anderen. Um die Angebotspalette zu erweitern, sind auch Akzente und Dialekte für die Entwicklung von Nischenprodukten gefragt. Als ProbandInnen der Firma Deutsch begegnen die ZuschauerInnen im Sprachlabor Babylon einer möglichen Arbeitswelt der Zukunft. Bestehen die Sprachprodukte den globalen Stresstest? Kann man mit den neuen Sprachen besser denken? Kommt es zu Konflikten zwischen SparsprachlerInnen und Wortreichen? Performst Du noch oder preenactest Du schon?


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Credits

Von und mit, Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg, Martin Schick Musik Friedrich Greiling Dramaturgie Kaja Jakstat Lichtdesign und Bühnenbau Dirk Lutz Kostüm Josephín Thomas Soundberatung Georg Werner Produktionsleitung Marc Pohl Hospitanz Katharina Beitz, Mara Niese Videodokumentation Gernot Wöltjen Besonderer Dank an Peggy Mädler Fotos Michael Bennett, Renata Chueire, Nina Tecklenburg

Premiere: November 2012 Sophiensæle Berlin.

Eine Koproduktion von Interrobang mit SOPHIENSÆLE. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

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