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ThAEtermaschine

Ein modularer Abend zur Zukunft des Theaters

Thaetermaschine / Interrobang
“Wir könnten ja, was dann entstünde, anders nennen, sagen wir: Thaeter” – Wir nehmen Bertolt Brechts programmatische Vokalverkehrung zum Anlass, um aus heutiger Perspektive künstlerisch über die Zukunft des Theaters nachzudenken: Welche Bedeutung und welche Formen könnte das Theater der Zukunft haben vor dem Hintergrund derzeitiger sozialer und institutioneller Umstrukturierungen, Kulturetatkürzungen, politischer, gesellschaftlicher und ästhetischer Entwicklungen? Was wollen wir in Zukunft vom Theater? Was kann es, soll es, darf es, muss es?

Im Rahmen unserer Doppelpasspartnerschaft haben wir gemeinsam mit den Sophiensælen andere TheatermacherInnen und Performancegruppen eingeladen, sich mit der Frage auseinander zu setzen, welche neuen künstlerischen und institutionellen Theaterformen jenseits der heute existierenden denkbar und realisierbar sind. Die verschiedenen Beiträge haben wir gemeinsam zu einem multivisionären Abend zur Zukunft des Theaters zusammengesetzt. Anstelle der üblichen Trennung zwischen Theorie (Vortrag, Symposion) und Praxis (Aufführungen, Werkschau) wurden übergreifende Formate entwickelt, in denen künstlerische Reflexion und kritischer Diskurs verschmelzen. Als gemeinsamer Stoff dienten uns die gesammelten Beiträge aus dem ThAEtrofon, unserer mobilen Rechercheinstallation, die zwei Monate lang durch Deutschlands Theaterfoyers tourte und dort Meinungen und Visionen zur Zukunft des Theaters per Aufnahmefunktion einsammelte.
Mehr Infos unter: http://thaetermaschine.tumblr.com

Die ThAEtervisionäre der ThAEtermaschine sind: Interrobang, copy & waste, das Deutsche Theater in Göttingen (Henrik Kuhlmann, Swantje Möller, Michael Meichßner) und Turbo Pascal.

Interrobang rufen auf zur ThAEtrokratie: In Zukunft können die Zuschauer gemeinsam über ihr Theater abstimmen. Was wann wie gespielt wird, entscheidet das Publikum. Ein schonungsloses Theaterauswahlmenü, dessen Konsequenz jeden Abend anders ausfällt.

copy & waste streiten sich: Voll drauf mit Licht und Kamera. In einem Film mit Live-Intervention lässt das Kollektiv diskursiv alle Hüllen fallen und entfacht einen Streit über die pornografischen Produktionsbedingungen des Theaters und seiner Zukunft.

Das Deutsche Theater in Göttingen simuliert: 2040 sind fast alle Menschen alt. Die paar jungen Menschen gehen dann nicht mehr ins Theater, sondern erwirtschaften auf ihren kleinen Schultern die Rentenbeiträge der Alten. Wie reagiert das Theater auf eine alternde Gesellschaft und auf die körperlichen Einschränkungen des zukünftigen Publikums? Eine theatrale Alterssimulation aus der Perspektive eines Schauspielers im Stadttheaterbetrieb.

Turbo Pascal spekulieren: In einer Gesprächsrunde können die Zuschauer ihre eigenen Fragen, Wünsche und Szenarien für ein Theater der Zukunft entwickeln und diskutieren. Keynote-Speaker und Moderator: der Roboter „Pascal“.


Galerie


Video


Credits

Von und mit Interrobang (Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg, Ekkehard Ehlers, Lajos Talamonti), copy & waste (Jörg Albrecht, Steffen Klewar, Wilma Renfordt u.a.), Deutsches Theater in Göttingen (Henrik Kuhlmann, Swantje Möller, Michael Meichßner), Turbo Pascal (Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Margret Schütz) Konzept Interrobang, Franziska Werner, Christiane Kretschmer Logistik Zwei Eulen Produktion Marc Pohl Technische Leitung Dirk Lutz Ton und Video Norman Thörel Programmierung ThAEtrofon und Roboter Georg Werner Videodokumentation Gernot Wöltjen Fotos Renata Chueire, copy & waste

Premiere: November 2013 Sophiensæle Berlin.

Eine Koproduktion von Interrobang mit SOPHIENSÆLE. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

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