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Müller-Fon


Foto: Dorothea Tuch

„Andererseits ist durch nichts erwiesen, dass der Mensch auf der Erde das herrschende Lebewesen ist. Vielleicht sind es ja die Viren, und wir sind nur Material, eine Art Kneipe für die Viren. Der Mensch als Kneipe – auch das ist nur eine Frage der Optik.“
Heiner Müller: Da trinke ich lieber Benzin zum Frühstück. Gespräch mit Frank M. Raddatz. Zuerst in: TransAtlantik, 2/1989 – auch in: Werke, Bd. 11, S. 438f.

Im MÜLLER-FON wird Heiner Müller zu neuem Leben erweckt und ist rund um die Uhr für das Publikum telefonisch erreichbar. Halb Mensch, halb Telefoncomputer äußert sich Müller zu verschiedensten Themengebieten der Gegenwart: von sozialer Ungleichheit über die Krise Europas bis hin zur aktuellen Theaterlandschaft. Per Tastenwahl können die Anrufer*innen ihren Austausch mit Heiner Müller individuell gestalten. Müllers politische Weitsicht und seine ungebrochene Aktualität bilden dabei die Gesprächsbasis.
Interrobang haben mit der Analyse, O-Ton-Montage und Digitalisierung des umfangreichen Müller-Audiomaterials eine künstliche Heiner-Müller-Intelligenz erschaffen, die gespenstisch und befremdlich auf die Texte und Interviews Heiner Müllers zurückblickt und sie für die Gegenwart und Zukunft neu konfiguriert.


Credits


Konzept und Realisation: Interrobang Programmierung: Florian Fischer und Georg Werner Soundbearbeitung: Friedrich Greiling Grafik: Jürgen Fehrmann

Müller-Fon ist eine Weiterentwicklung der Installation Die Müllermatrix, die im Rahmen des Festivals „Heiner Müller!“ 2016 im HAU aufgeführt wurde.

Mit freundlicher Genehmigung von henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin.


Termine


HAU 4 Hebbel am Ufer Online
01.-30. April 2021

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